Johanneum – Lebensraum für Menschen mit Behinderung

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Grümpeli / Johanneumsfest 2018

in Das Johanneum

Besser als die WM

Was ist los, wenn Jugendliche und Kinder glänzende Augen bekommen, eifrig nach originellen Namen suchen, sich nach der Arbeit zusammentun, freiwillig schwitzen, passende Tenues zusammensuchen und sich in der Freizeit auf dem Fussballplatz verabreden? Die WM in Neu St. Johann, sprich das Johanneumsgrümpeli, steht an.
Dieses Jahr etwas früher als sonst üblich, trafen sich 16 Mannschaften auf dem grünen Rasen des Johanneums, um in verschiedenen Kategorien, dem Alter und dem Können angepasst, dem Schweizer Nationalteam zu zeigen, was Einsatz bedeutet.
Wetter spielt mit
Petrus hatte es dieses Jahr gut gemeint mit den Organisatoren und den Spielern des Grümpelturniers. So konnte man den ganzen Anlass im Freien durchführen und musste nicht, wie in anderen Jahren, in die Turnhalle ausweichen. Die ersten feinen Tropfen fielen erst während des Finalspiels am Freitagnachmittag. Und zu diesem Zeitpunkt nahm man sie als willkommene Erfrischung gerne in Kauf.
Aber nun der Reihe nach:
Nach einer Feier in der Klosterkirche Neu St. Johann, während derer schon viele Lieder und Texte das Motto „miteinander – füreinander“ aufnahmen, ging es – nach der Mittagspause – endlich mit dem langersehnten Turnier los.
Mit vollem Einsatz
In fünf Kategorien aufgeteilt, kämpften Kindergarten-Kids, Jugendliche, Lehrlinge, Erwachsene, Betreuerinnen und Bewohner bunt gemischt um das runde Leder. Von Beginn weg war voller Einsatz und Freude am Spiel zu erkennen. Jeder gab sein Bestes, freute sich an gelungenen Spielzügen und ärgerte sich wie die grossen Stars über verpasste Chancen und vermeintlich falsche Schiedsrichterentscheide. Da waren auch die bekannten Posen von Ronaldo oder Messi an der Cornerfahne zu sehen. Was aber deutlich anders war als bei internationalen Spielen war das faire Verhalten nach einem harten Einsatz: Viele Spieler entschuldigten sich, halfen dem Gegner auf die Beine und lachten wieder miteinander. Für solche Szenen konnten die Schiedsrichter auch grüne Karten verteilen und am Ende des Grümpelis wurde die fairste Mannschaft ausgezeichnet.
Und weil auch der originellste Name eine Auszeichnung versprach, kam es, dass die Grashüpfer gegen die Blinkis antraten oder die AS Sozial gegen den FC Interessengemeinschaft zur Förderung von guter Laune.
Aber auch sonst herrschte eine tolle und zufriedene Stimmung.
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Rundum zufriedene Gesichter
Es wurde viel gelacht oder miteinander geplaudert. Zusätzliche Angebote wie die Hüpfburg, das Beachvolleyball-Feld, ein „Tschüttelikasten“, ein Tischtennistisch, eine Bogenschiessanlage und eine Kaffeestube mit Kuchen à discrétion zogen Gross und Klein an zum gemeinsamen Plausch: miteinander – füreinander.
Weil der höchste Wetterchef gute Laune hatte, konnte man mit einer Wurst vom Grill und einem feinen Teigwarensalat in der Festwirtschaft sitzen und die gelöste Atmosphäre geniessen.
Ein besonderes Kränzchen muss man dem Platzspeaker winden: Wie er es schaffte, lockerflockig aus jedem Match eine unterhaltsame Partie zu zaubern, war ein Ohrenschmaus und spornte jeden auf dem Platz zu weiteren Höchstleistungen an. Da spielte es keine Rolle, ob gerade Halbprofis über den Rasen wetzten oder Kindergärtner oder Beeinträchtigte mit einem Partner an der Hand ein Tor zu erzielen versuchten.
Spätestens bei der Rangverkündigung zeigte sich, dass sich die Favoriten der jeweiligen Kategorie durchgesetzt hatten. Zufriedene Gesichter gab es aber nicht nur bei diesen Mannschaften, sondern bei allen Teilnehmenden, denn alle konnten mit einer glitzernden Medaille ins Wochenende reisen. Wer braucht schon eine WM, wenn es solch tolle Grümpelturniere gibt!