Johanneum –

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Eine Velotour mit grossem Spassfaktor

in Das Johanneum | Wohnort

Der 9. September war bei den Menschen mit Beeinträchtigung vom Haus «Josef» des Johanneums mit dickem Rotstift unterstrichen. Auf diesen Tag organisierte Ria, eine Betreuerin der WG Josef, eine Velotour über den unteren Büel nach Krummenau und weiter über den Blomberg nach Ebnat-Kappel mit Endziel Wattwil.

Der erste unfreiwillige Stopp war dem Regen geschuldet. Als ob dieser Halt eingeplant gewesen wäre, gab es bei Rias Zuhause Kaffee, kalte Getränke und selbst gemachten Schoggikuchen, der von den Ausflüglern rübis und stübis vertilgt wurde. Aber wie heisst es so schön: „Wenn Engel reisen, lacht der Himmel“. Der Regen machte sich so schnell wieder aus dem Staub, wie er gekommen war, und das Vergnügen auf zwei Rädern nahm seine Fortsetzung.

Das Dach der Tour, also der höchste Punkt, wurde auf dem Blomberg nach gut fünfeinhal

b Kilometern erreicht. Im Restaurant in der Thurau, Ebnat-Kappel, konnten die Teilnehmenden ihre Energiespeicher füllen. Die einen taten dies mit einem Kaffee, während andere sich schon mal in die Dessertkarte verguckten. Coupes, Schlorzifladen, Glacékugeln wurden auf der Terrasse mit herrlichem Ausblick auf die sanft dahin fliessende Thur genossen. Weil schon anderthalb Stunden später als „Belohnung“ in einer Pizzeria in Wattwil eine Pizza oder Spaghetti nach Wahl winkte, hielten sich andere bei den verlockenden Desserts zurück.

Zur gleichen Zeit machte sich mit Begleiterin Claudia beim Parkplatz von Alder & Eisenhut eine Fussgruppe auf die vier Kilometer lange Strecke entlang der Thur bis zur Pizzeria. Mit Juchzern von einzelnen Betreuten war die Stimmung fröhlich.

Die 14 Kilometer lange Strecke mit d

en Velos vom Johanneum bis Wattwil bewältigten alle ohne Zwischenfälle mit Bravour und hatten somit ein dickes Lob von den Betreuern auf sicher. Weil diese jungen Erwachsenen mit Handicap aus Sicherheitsgründen sonst ohne Begleitung nur auf dem Johanneum-Areal das Velofahren ausüben können, nahmen die Teilnehmenden mit breiter Brust und voller Vorfreude diese Herausforderung an.

Ein Johanneum-Mitarbeiter sorgte mit Bus und Anhänger für den reibungslosen Velo- und Personentransport zurück zum Ausgangspunkt Johanneum. Ein erlebnisreicher Nachmittag mit vielen unvergesslichen Eindrücken nahm für alle ein Happy End.

 

Text und Fotos: Franz Steiner